Grußwort
Leitender Ministerialrat Prof. Dr. med. Andreas Meyer-Falcke
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich sehr, dass der Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen die Neugier des BsAfB geweckt hat und er seinen Betriebsärztetag ab dem Jahr 2012 in Bochum veranstaltet.
Hier in Bochum wächst etwas heran, das bundesweit einmalig ist. An der Verwirklichung des Grundrechts auf Gesundheit arbeiten allein in Nordrhein-Westfalen unmittelbar weit mehr als eine Million Menschen. Jede und jeder von ihnen leistet wertvolle Arbeit. Wichtig ist es, das Ineinandergreifen ihrer Kompetenzen deutlich zu machen, ganzheitliches Denken zu fördern und zielgerichtet zu stärken. Denn Gesundheit ist mehr als ein Wirtschaftszweig, Gesundheit ist ein Wert an sich.
Der Gesundheitscampus will dazu beitragen, das vorhandene Wissen und die Kräfte optimal verfügbar zu machen: Das gilt für die Experten aus allen Sektoren und Professionen im Gesundheitswesen, aber natürlich auch für Patientenselbsthilfeorganisationen, für Verbände ebenso wie für die Forscher aus den Lebenswissenschaften und die Unternehmen, die Sozialversicherungsträger sowie viele weitere Akteure. In seiner Zentrale in Bochum wird der Gesundheitscampus ab dem Jahr 2014 persönliche Begegnungen ermöglichen und Raum für Kommunikation und menschlichen Kontakt schaffen. Dann wird unmittelbar „vor Ort“ auch die U-Bahn halten, die heute schon zukunftsweisend „Campuslinie“ heißt.
Ich freue mich ganz besonders, dass sich in diesem Jahr ein Thema durch das Programm des 8. BÄT zieht: das BGM. Im Mittelpunkt ärztlichen Handelns steht jeder einzelne Mensch. Im Betrieb sind dies zum Glück ganz überwiegend keine Kranken, sondern ihre eigene Gesundheit aktiv fördernde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dabei benötigen sie Aufklärung und kompetente Hilfe, um sich im betrieblichen und außerbetrieblichen Gesundheitssystem zu Recht zu finden. Denn nur der, der um seine individuellen Kompetenzen und Chancen weiß, kann sie auch einsetzen und ergreifen. Und wer anders als Betriebsärztinnen und Betriebsärzte könnte hier die Lotsenfunktion als „Manager von Gesundheit im Betrieb“ übernehmen? Und da im BsAfB so viele Niedergelassene diese Rolle aus ihrer Funktion als Hausärzte kennen, erfüllt sich so ganz nebenbei ein weiteres Ziel des Gesundheitscampus: das voneinander lernen!
Ich wünsche alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen interessanten 8. BÄT, der zudem neben der fachlichen Begeg-nung genügend Raum auch für den persönlichen Austausch lässt.
Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
Ihr Andreas Meyer-Falcke